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München, 22. Juli 2005: Der gekränkte Stoiber, stellt Diagnosen, wie "Komapatient" um von den eigenen Krankheiten abzulenken. Realitätsverlust pur ist bei Stoiber erkennbar. Gerhard Schröder könne den Spagat zwischen der Agenda 2010 und den SPD-Linken nicht mehr halten, meint Stoiber. Offensichtlich hat der Bajuvarenfürst inzwischen höllisch Angst vor dem hoch motivierten SPD-Lager. Die Linken der SPD haben sich schnell zusammengeschlossen, um den Sozialabbau Marke Union und die Mehrwertsteuererhöhung, sprich die falsche Politik, mit allem was sie aufbieten können zu bekämpfen.
Schön auch immer wieder zu beobachten, wie die FDP und die Union versuchen, die SPD und die Grünen sowie die Linkspartei gegeneinander aufzuhetzen. Herr Stoiber, dafür sind die SPD-Reihen viel zu dicht geschlossen. Wie angeführt, Realitätsverlust Herr Stoiber. Vielleicht sollten Sie ihr eigenes Zitat erweitern. Merkel und Westerwelle können nicht nur Schröder, und Fischer das Wasser nicht reichen. Nein, zudem können sie selbst Lafontaine und Gysi im Osten das Wasser nicht mehr reichen. Die Talfahrt der Union geht weiter. Wir wetten darauf!
Die Bekenntnisse zur Mehrwertsteuererhöhung zeigen auch, wir überschuldet die Länderhaushalte sind. Insgeheim spekulieren die Landesregierungen schon auf Geld zum Stopfen der nicht mehr verfassungskonformen Haushalte.
Nachtrag der Redaktion: Wir haben am 14. Juli über das Hugenbergzitat, "Sozial ist, wer Arbeit schafft" und den Slogan der CSU: "Sozial ist, was Arbeit schafft" berichtet. Wir möchten Ihnen ein interessantes Fundstück von Hugenbergs Rede zur Reichstagswahl 1932 geben: Darin enthalten ist in abgewandelter Form das Zitat von Hugenberg, Hitlers Steigbügelhalter:
"Derjenige ist wirklich und wahrhaft sozial, der Arbeit schafft." Wir meinen bei der Lektüre dieser historischen Wahlrede, sollte man auch den historischen Kontext nicht vergessen.
Das Bild zeigt 1931 Hugenberg am Tisch sitzend mit Brille neben Adolf Hitler. Symbole der Nazi-Herrschaft wurden unkenntlich gemacht.
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Hamburg/Köln, 21. Juli 2005: Schwarzgelb rutscht unter 50%. Das Rennen ist wieder vollkommen offen.
Nur noch 44% trauen der Union zu Arbeitsplätze zu schaffen.
Nur noch 35% geben der Union Kompetenz in der Steuerpolitik.
7% der der Wähler der neuen Linkspartei kommen aus dem Unionslager. Damit erklären sich die Erdrutsch ähnlichen Verlagerungen von Woche zu Woche nicht allein. Die Aussage von Jörg Schönborn in den Tagesthemen "die Union scheint Boden gefunden zu haben" ist wohl Schönfärberei. Wenn die Union mal eine Woche kein ganzes Prozent verliert und dafür die FDP um ein Prozent absackt ist das darauf zurückzuführen, dass man Merkel jetzt zu wichtigen Themen offensichtlich einfach nichts mehr sagen läßt. Die neue Strategie der Union scheint klar, nur noch Bilder wirken lassen, keine Position mehr beziehen, Merkel weg von den Mikrophonen.
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